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Kosten & Preise · 8 Min. Lesezeit

Neue Fenster: Was sie pro Stück kosten — und welcher U-Wert Pflicht ist

Stand: 7. Juli 2026 · Redaktion QuoteCheck

Fensterpreise haben eine ehrliche und eine unehrliche Spanne: Das Fenster selbst ist gut kalkulierbar — was Angebote unterscheidet, sind Montageart, Altbau-Nebenarbeiten und die Frage, ob der entscheidende Kennwert überhaupt drinsteht: der U-Wert, an dem die 15–20 % BAFA-Förderung hängen. Hier sind die realistischen Preise 2026 und die Punkte, die ein vergleichbares Angebot ausmachen.

Preise pro Fenster (Standardgröße, 3-fach, inkl. Einbau)

MaterialPreis pro FensterCharakter
Kunststoff500–850Preis-Leistungs-Standard, pflegeleicht
Holz560–1.070Wohngesund, streichintervallpflichtig
Holz-Aluminium700–1.320Holz innen, wetterfest außen — Komfortklasse
Aluminium800–1.250Schlanke Profile, große Formate

Mit Sonderformaten, Schallschutz- oder einbruchhemmender Ausstattung (RC2) reicht die Spanne bis 600–2.500 € pro Fenster. Fürs ganze Einfamilienhaus (ca. 12 Fenster + Terrassentüren) sind 12.000–32.000 € realistisch.

Was den Preis wirklich treibt

  • Montagestandard: Eine fachgerechte Montage nach RAL-Leitfaden (innen dichter als außen, gedämmte Anschlussfuge) kostet mehr als „einschäumen und Leiste drauf“ — und entscheidet über Dichtheit und Schimmelfreiheit. Der Montagestandard gehört als Position ins Angebot.
  • Altbau-Nebenarbeiten: Laibungen beiputzen, Innen-/Außenfensterbänke, Rollladen-Anpassungen — im Altbau schnell 100–300 € je Fenster zusätzlich. Fehlen diese Positionen, ist das Angebot optisch günstig und real unvollständig.
  • Demontage und Entsorgung der Altfenster — meist enthalten, aber nur „meist“: nachlesen.
  • Ausstattung: Sicherheitsbeschläge, Schallschutzglas, Sprossen, elektrische Rollläden — jede Option einzeln ausgewiesen statt als Paketpauschale.
„Gleichwertig“-Klausel beim Material
Formulierungen wie „Profil XY o. glw.“ erlauben dem Betrieb den Austausch gegen ein „gleichwertiges“ Produkt. Bei Fenstern heißt das: anderer Rahmen, womöglich anderer U-Wert — und damit im Zweifel weg von der Förderfähigkeit. Lassen Sie Hersteller, Profil und Uw-Wert fest zusagen.

Förderung: der U-Wert ist die Eintrittskarte

Über die BEG-Einzelmaßnahmen zahlt das BAFA 15–20 % Zuschuss (bis 12.000 € je Wohneinheit und Jahr mit Sanierungsfahrplan) — wenn die neuen Fenster Uw ≤ 0,95 W/(m²·K) erreichen, der Antrag vor der Beauftragung gestellt ist und ein Energieeffizienz-Experte begleitet. Alle Details, U-Wert-Tabelle und Ablauf: BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen — und die Reihenfolge-Regeln in Förderung & Handwerker-Angebot. Ohne Förderung bleiben die Montagekosten über § 35a absetzbar.

Angebote vergleichen: darauf kommt es an

  • Uw-Wert je Fenstertyp ausgewiesen (Fördergrenze 0,95)?
  • Hersteller/Profil fest benannt — keine „gleichwertig“-Lücke?
  • Montagestandard beschrieben (RAL/fachgerechte Abdichtung)?
  • Altbau-Nebenarbeiten (Laibung, Fensterbänke, Rollläden) als Positionen?
  • Demontage + Entsorgung enthalten?
  • Aufmaß vor Ort statt Bestellung nach Ihren Laienmaßen? (Falschmaß ist sonst Ihr Risiko.)

Und wie immer: mindestens drei Angebote, gleicher Umfang, Positionen statt Endsummen vergleichen — die 12-Punkte-Checkliste führt durch den Rest.

Häufige Fragen

Was kostet ein neues Fenster inklusive Einbau?

Ein Standard-Kunststofffenster (ca. 1,3 × 1,3 m, 3-fach-Verglasung) kostet 2026 inklusive Montage und Entsorgung des alten Fensters etwa 500–850 €. Holz liegt bei 560–1.070 €, Holz-Alu bei 700–1.320 €, Aluminium bei 800–1.250 €. Sonderformate, Schallschutz- oder Einbruchschutz-Ausstattung treiben den Preis Richtung 2.500 €.

Was kostet der Fenstertausch im ganzen Haus?

Für ein Einfamilienhaus mit rund 12 Fenstern plus ein bis zwei Terrassentüren sind 12.000–32.000 € realistisch — je nach Material, Altbau-Zustand (Laibungsarbeiten!) und Montagestandard (z. B. RAL-Montage).

Welche Förderung gibt es für neue Fenster?

15 % BAFA-Zuschuss über die BEG-Einzelmaßnahmen, 20 % mit Sanierungsfahrplan (bis 12.000 € pro Wohneinheit und Jahr). Bedingungen: Uw-Wert der neuen Fenster höchstens 0,95 W/(m²·K), Antrag vor Auftragserteilung, Begleitung durch einen Energieeffizienz-Experten.

Warum muss der U-Wert im Angebot stehen?

Weil an ihm Förderung und Qualität hängen: „3-fach-Verglasung“ allein garantiert keinen förderfähigen Uw ≤ 0,95 — der Wert hängt auch von Rahmen und Bauart ab. Ohne U-Wert im Angebot können Sie weder die Förderfähigkeit prüfen noch Angebote sinnvoll vergleichen.

Quellen

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